Nach der Implantation eines Herzschrittmachers

Sie haben einen Herzschrittmacher erhalten, der Ihren Herzschlag beschleunigen soll. Ihr Wohlbefinden oder in vielen Fällen sogar Ihr Leben hängen davon ab, daß dieser Herzschrittmacher richtig funktioniert.

Herzschrittmacher bestehen aus einer Batterie, einer komplizierten elektronischen Schaltung, die den Schrittmacher steuert und arbeiten läßt und Kabeln, über die elektrische Impulse an den Herzmuskel abgegeben werden. Alle diese Teile eines Schrittmachers müssen in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Diese Überprüfung erfolgt im Rahmen einer „Schrittmacherkontrolle“.

Bei einer solchen Kontrolle wird neben einem normalen EKG auch eine elektronische Kontrolle des Schrittmachers durchgeführt. Hierzu legt der Arzt ein klobig aussehendes Gerät, den sog. „Programmierkopf“, der an einen Computer angeschlossen wird von außen auf den Schrittmacher. Mit Hilfe dieses Programmierkopfes kann der Arzt den unter der Haut liegenden Schrittmacher über Funk abfragen, ob die Batterie noch ausreichend gefüllt ist und in welcher Weise der Schrittmacher arbeitet. Bei den modernen Schrittmachern kann er sogar EKG-Kurven auslesen, die im Inneren des Schrittmachers gespeichert worden sind. Vor allem ermöglicht dieser Programmierkopf es dem Arzt aber, den Schrittmacher nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen umzuprogrammieren und ihn so einzustellen, daß er möglichst wenig Strom benötigt, damit die Batterie lange hält. Alle diese Vorgänge sind vollkommen schmerzfrei und dauern (je nach Schrittmachertyp) zwischen 20 und 30 Minuten.

Was darf ich und was nicht?

Wenn Sie einen Herzschrittmacher tragen dürfen Sie eigentlich alles machen, was Sie möchten, es gibt nur ganz wenige Verbote. Sie können ohne Sorgen Sport treiben, mit der Mikrowelle kochen, spazierengehen, die Sauna besuchen, Auto fahren oder in Urlaub fliegen. Auch ein Einkauf in großen Kaufhäusern, die an den Ein- und Ausgängen Diebstahlsicherung haben, durch die man durchgehen muß ist kein Problem. Vorsichtig sein müssen Sie nur in folgenden Situationen:

  • Am Flugplatz bei der Waffen- und Sprengstoffkontrolle: Hier müssen Sie durch einen Metalldetektor gehen, der manchmal zu Störungen des Schrittmachers führen kann. Sagen Sie daher dem Sicherheitspersonal, daß Sie Schrittmacherträger sind, damit Sie mit der Hand abgetastet werden.
  • An starken Radiosendern: Starke Rundfunk-, Fernseh- oder militärische Funksender strahlen sehr starke elektromagnetische Wellen ab, die zu Störungen der Schrittmacherfunktion führen können. Alle diese Sender sind in ausreichendem Abstand durch Warnschilder gekennzeichnet, die Herzschrittmacherträger  über die mögliche Gefahr informieren. Halten Sie sich an die Informationen auf diesen Schildern!
  • Arbeiten Sie nicht am laufenden Motor eines Autos und benutzen Sie keine Kettensägen mit Benzinmotor (Benzin-Rasenmäher ist erlaubt), denn die Zündfunken des Motors bzw. der Kettensäge können den Schrittmacher beeinflussen.
  • Führen Sie Ihren Schrittmacherausweis immer mit sich!

Wenn Sie spezielle Fragen haben, was Sie mit Ihrem Herzschrittmacher tun dürfen und was nicht: Fragen Sie Ihren Kardiologen, der normalerweise die Schrittmacherkontrolle durchführt! Fragen Sie auch dann nach, wenn Sie irgendetwas Anders im Zusammenhang mit dem Schrittmacher wissen möchten.

Wann muß ich zum Arzt?

Das hängt davon ab, welches Problem Sie haben. Wenn es nur um den Schrittmacher geht sind einmal jährliche Schrittmacherkontrollen ausreichend. Lediglich dann, wenn der Arzt bei einer solchen Kontrolle erkennt, daß sich die Batterie Ihres Schrittmachers langsam leert wird er kürzere Kontroll-Abstände (z.B. alle 3-6 Monate) empfehlen.

Wenn Sie das Gefühl haben, daß irgendetwas mit dem Schrittmacher nicht stimmen könnte suchen Sie Ihren Kardiologen auch außerhalb der normalen Schrittmacherkontrollen auf. Dies gilt z.B. dann, wenn Sie Herzklopfen verspüren, wenn Sie das Gefühl haben, der Schrittmacher schlägt zu langsam, wenn Sie schwindelig oder sogar ohnmächtig werden oder wenn die Gegend Ihres Körpers, in die der Schrittmacher eingepflanzt wurde schmerzt, rot oder warm wird. Vor allem gilt dies aber dann, wenn Sie Luftnot bekommen oder Herzschmerzen verspüren, denn solche Beschwerden können andere Ursachen als Ihren Herzschrittmacher haben und vielleicht Ausdruck einer anderen Herzkrankheit (Herzschwäche.

Durchblutungsstörung des Herzens o.ä.) sein. Denken Sie daran, daß der Herzschrittmacher Ihr Herz beschleunigen soll, daß er aber kein Mittel ist, um z.B. einen Herzinfarkt oder eine fortschreitende Herzschwäche zu verhindern.

Scheuen Sie sich nicht, in solchen unklaren Fällen auch „außerplanmäßigen“ Kontrollen in Anspruch zu nehmen: Sie haben den Schrittmacher bekommen, damit Sie ein normales Leben führen können und manchmal benötigt man etwas Zeit und Sicherheit, bis man das Gerät als natürlicher „neuer Bestandteil“ seines Körpers akzeptiert und überhaupt nicht mehr wahrnimmt.

Wenn Sie eine Herz- oder Gefäßkrankheit (z.B. Herzinfarkt, Bypass- oder Herzklappenoperation, Herzklappenfehler oder Herzmuskelschwäche) haben müssen Sie diese Grundkrankheit Ihres Herzens unabhängig vom Herzschrittmacher überwachen lassen. Damit Sie nicht allzu oft zum Arzt laufen müssen: Fragen Sie bei der Anmeldung zur Untersuchung immer nach, ob wir bei dieser Gelegenheit nicht auch den Schrittmacher prüfen können.

Wann muss der Schrittmacher ausgetauscht werden?

Im Prinzip nur dann, wenn die Batterie leer ist oder wenn es ein technisches Problem mit dem Gerät gibt. Der Arzt kann den „Füllungszustand“ der Batterie bei den regelmäßigen Schrittmacherkontrollen überprüfen und wird den Austausch des Gerätes rechtzeitig veranlassen. Normalerweise halten moderne Herzschrittmacher (wenn sie ordentlich und Strom-sparend eingestellt wurden) weit über 10 Jahre.

Der Austausch eines Schrittmachers ist ein einfacher Eingriff, der in lokaler Betäubung im Krankenhaus vorgenommen wird. Für einen solchen Schrittmacherwechsel wird nur die Haut über dem Schrittmacher eröffnet, der verbrauchte Schrittmacher entnommen und das neue Gerät wieder an die Kabel angeschlossen. Ein Wechsel der Kabel (= Elektroden) ist üblicherweise nicht nötig. 

Wenn Sie mehr über Herzschrittmacher, aber auch über Herzrhythmusstörungen, eine Marcumarbehandlung (die in vielen Fällen trotz der Einpflanzung eines Herzschrittmachers notwendig ist) oder über andere Herzkrankheiten wissen möchten besuchen Sie uns im Internet unter der Adresse www.meinherzdeinherz.info und klicken Sie auf „Wissen“.

Hier finden Sie auch eine ausführliche Broschüre über Herzschrittmacher und viele andere Herzkrankheiten und deren Untersuchung und Behandlung.

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Vorhofflimmern

Was ist Vorhofflimmern?

Normalerweise schlägt ein Herz regelmäßig, mal langsamer und mal schneller, so wie es gerade benötigt wird. Hierzu ist der natürliche Schrittmacher des Herzens, der Sinusknoten zuständig, der in regelmäßigen Abständen elektrische Impulse abgibt, die das Herz zum Schlagen anregen. Beim Vorhofflimmern haben sich in den Vorkammern des Herzens viele „Nebenschrittmacher“ gebildet, die den Sinusknoten überspielen. Durch dieses chaotische Nebeneinander solcher zahlreichen elektrischen Störenfriede gerät das Herz aus dem Takt. Es schlägt vollkommen unregelmäßig, sodaß man von einem „Stolperherzen“ spricht. 

Wodurch entsteht es?

Vorhofflimmern kann durch eine Durchblutungsstörung des Herzens, durch Herzklappenfehler oder Herzmuskelkrankheit, eine Überfunktion der Schilddrüse oder durch erhöhten Blutdruck entstehen, es gibt zahlreiche; jede Herzkrankheit kann irgendwann einmal zu Vorhofflimmern führen. Gott sei Dank sind andere Krankheiten als Ursache des Vorhofflimmerns selten, meistens entsteht die Rhythmusstörung ohne erkennbaren Grund. Vorhofflimmern tritt zudem bei älteren Menschen sehr viel häufiger auf als bei jungen.

Was bemerkt man?

In den meisten Fällen bemerken die Betroffenen ein unruhig  und manchmal unangenehm heftig klopfendes Herz, das oft als rasend schnell empfunden wird und Angst verursacht. Es kann Luftnot auftreten, die körperliche Belastbarkeit nimmt ab und man kann sich geschwächt fühlen. In wenigen Fällen können auch Schwindelgefühle oder sogar Ohnmachten auftreten. Die meisten Menschen haben allerdings nur sehr geringe Beschwerden und Manche bemerken die Herzrhythmusstörung sogar überhaupt nicht.

Ist Vorhofflimmern gefährlich?

Wenn schwere Herzklappenfehler, eine Herzmuskelkrankheit, eine Verengung der Herzkranzgefäße ohne andere schwere Herzkrankheiten ausgeschlossen werden konnten ist das eigentliche Vorhofflimmern in aller Regel nicht gefährlich, und zwar unabhängig davon, wie stark sie durch diese Herzrhythmusstörung belästigt werden. Es gibt aber 2 Ausnahmen:

  1. Vorhofflimmern kann die Neigung haben, die Herzkammern entweder zu schnell oder zu langsam schlagen zu lassen. Dies kann „nur“ unangenehm sein, kann aber auch zu Schwindel, Ohnmachtsanfällen oder zur Herzschwäche führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich regelmäßig vom Hausarzt und Kardiologen mit EKG, Belastungs-EKG, Echokardiographie und vielleicht auch einem Langzeit-EKG untersuchen zu lassen.
  2. Vorhofflimmern kann zur Entstehung von Blutgerinnseln innerhalb des Herzens führen, weshalb bestimmte 
  3. Wie wird Vorhofflimmern behandelt?

Man muß zunächst überlegen, ob man mit Medikamenten oder einem Elektroschock versucht, das Vorhofflimmern zu beseitigen und wieder regelmäßigen Herzschlag herzustellen. Keine dieser beiden Behandlungsformen ist besser oder schlechter als die andere, vielmehr müssen wir als Ihre Kardiologen zusammen mit Ihnen und Ihrem Hausarzt eine individuelle und die speziell für Sie beste Lösung finden. Dabei spielen Ihre Beschwerden eine ebenso wichtige Rolle wie die Frage, ob es eine andere Herzkrankheit gibt, die das Vorhofflimmern ausgelöst hat und ob es sich bei Ihnen um dauerhaftes („permanentes“) oder nur sporadisch auftretendes Vorhofflimmern („intermittierendes Vorhofflimmern“) handelt.

Seit neuer Zeit versucht man auch, das Auftreten sporadisch auftretenden Vorhofflimmerns mit bestimmten Herzkathetertechniken zu verhindern oder dauerhaft bestehendes Vorhofflimmern ebenfalls mit bestimmten Herzkathetertechniken zu beseitigen. Dies sind neuartige Verfahren, die nicht ganz ohne Risiken sind. Sprechen Sie uns ruhig auf eine solche Behandlung an und fragen Sie, ob dies eine Möglichkeit ist, die für Sie in Frage kommt.

Eine Elektroschockbehandlung zur Beseitigung des Vorhofflimmerns ist eine nur selten anzuwendende Behandlungsmöglichkeit, um die Herzrhythmusstörung sofort zu beenden. Die hat aber eine relativ hohe Rückfallquote, weshalb sie nicht immer sinnvoll ist. Wir werden diese Möglichkeit mit Ihnen besprechen!

Unabhängig vom evtl. Ausmaß Ihrer Beschwerden und auch unabhängig davon, ob es sich um dauerhaftes oder sporadisch auftretendes Vorhofflimmern handelt besteht bei einigen Menschen die Gefahr, daß sich innerhalb des Herzens Blutgerinnsel bilden.

Diese Blutgerinnsel können sich dann vom Herzen aus „auf die Reise in den Kreislauf“ machen und hier zu Verstopfungen der Blutgefäße führen. Solche Embolien können schwere Auswirkungen wie einen Schlaganfall oder die Erblindung eines Auges haben. Daher werden wir versuchen, Ihr persönliches Embolie zu ermitteln und Ihnen (je nachdem wie hoch Ihr Risiko ist:) unter Umständen die Einnahme von Marcumar zur Blutverdünnung empfehlen. Zu einer solchen Risikoabschätzung benutzen die Ärzte den sogenannten CHADT2-Risikowert. Dazu werden in Abhängigkeit von Ihrem Alter und 4 anderen Faktoren (Herzschwäche, Hochdruck- und Zuckerkrankheit und vorher abgelaufener Schlaganfall) Punkte vergeben. Wenn man in einer solchen Risikobewertung eine bestimmte Punktzahl erreicht hat wird das Embolierisiko so hoch angesehen, daß die Marcumarbehandlung unumgänglich ist, wir und auch Ihr Hausarzt werden mit Ihnen darüber sprechen).

Was muß ich beachten?

Das Wichtigste beim Vorhofflimmern sind:

  • Keine Panik, auch wenn das Herz gerade kräftig und unregelmäßig schlägt. Man stirbt am Vorhofflimmern nicht!
  • Wenn Sie bemerken, daß sich der Charakter Ihrer Herzrhythmusstörung ändert (z.B. indem das Herz plötzlich langsamer oder schneller schlägt als üblicherweise), wenn Sie öfters schwindelig werden oder Luftnot unter Belastung oder sogar in Ruhe auftreten: 
  • Suchen Sie sobald wie möglich Ihren Hausarzt auf.
  • Wenn Sie ohnmächtig werden, wenn Sie Sehstörungen (und seien sie nur vorübergehend), Sprachschwierigkeiten oder sogar Lähmungserscheinungen bemerken: Rufen Sie sofort den Notarzt unter der Tel.-Nr. 112, weil dies möglicherweise auf eine Gehirnembolie zu beziehen ist.
  • Nehmen Sie die Medikamente, die Ihr Hausarzt und Ihr Kardiologe Ihnen verschrieben haben gewissenhaft ein, auch wenn es Ihnen gut geht. Und beenden oder verändern Sie Ihre Macumar-Behandlung nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Hausarzt oder mit Ihrem  Kardiologen, denn eine schlechte Marcumarbehandlung bei Risikopatienten bedeutet, daß Sie Gefahr laufen eine Embolie zu bekommen!

Wenn Sie mehr über Vorhofflimmern, eine Marcumar- bzw. Elektroschockbehandlung oder über andere Herzkrankheiten wissen möchten besuchen Sie uns im Internet unter der Adresse www.meinherzdeinherz.info.

Über Medikamente

Niemand nimmt gerne Medikamente ein, es sei denn er hat Schmerzen oder fühlt sich schlecht. Es gibt aber eine Reihe von Krankheiten, die gefährlich sind, obwohl sie nicht wehtun. Dazu gehören beispielsweise erhöhter Blutdruck, die Blutzuckerkrankheit (Diabetes) oder erhöhte Blutfettwerte. Diese Krankheiten gehören zu den sogenannten Risikofaktoren für Blutgefäße. Sie können zu Verengungen der Schlagadern und damit beispielsweise zu Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenschäden führen. Um diese „Folgekrankheiten“ zu verhindern werden Sie von Ihrem Hausarzt und Kardiologen mit bestimmten Medikamenten behandelt.

Wenn jemand erhöhten Blutdruck hat, ansonsten aber gesund ist versucht man mit diesen Medikamenten, das Auftreten eines Schlaganfalls oder Herzinfarktes schon im voraus zu verhindern. Wenn jemand aber schon erkrankt ist und zum Beispiel einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt erlitten hat, wenn er Durchblutungsstörungen der Beine oder des Herzmuskels hat dann versuchen die Ärzte zu verhindern, daß die Krankheit weiter fortschreitet und vielleicht Gefäße oder Organe befällt, die bis dahin noch gesund waren. In allen diesen Fällen behandelt man mit Medikamenten also Krankheiten (z.B. Zuckerkrankheit, Blutfett- oder Blutdruckerhöhung), die nicht weh tun, von denen Sie vielleicht garnichts merken und die dennoch auf die Dauer der Zeit ihr Leben bedrohen.

Und dann gibt es andere Krankheiten wie Herzklappenfehler, Durchblutungsstörungen des Herzens („Angina pectoris“) oder Herzschwäche, die Ihnen Beschwerden wie Brustschmerzen, Herzstolpern oder Luftnot verursachen.

In diesen Fällen versuchen Ihre Ärzte mit Medikamenten, nicht nur das weitere Fortschreiten der Krankheit zu verhindern, sondern auch Ihre Beschwerden zu lindern. Leider verhält es bei Herz- und Gefäßkrankheiten so, daß man sie nicht mit Medikamenten „heilen“ kann. Eine Mandelentzündung behandelt man beispielsweise über 1-2 Wochen mit Antibiotika; danach ist die Krankheit ausgeheilt und man kann die Medikamente wieder absetzen. Bei Herz- und Gefäßkrankheiten ist das anders, denn hier hält man die Krankheit mit Medikamenten  „nur“ in Schach. Ein geschwächtes Herz kann man mit bestimmten Medikamenten stärken, aber wenn man die Behandlung beendet wird das Herz wieder schwach. Brustschmerzen kann man mit Medikamenten gut lindern oder sogar völlig beseitigen, aber wenn man die Medizin absetzt treten sie wieder auf. Oder Herzstolpern: Man kann es mit Medikamenten oft lindern; wenn man die Medizin aber beendet oder ihre Dosis vermindert treten sie wieder auf. Die medikamentöse Behandlung von Herz- und Gefäßkrankheiten ist also in der Regel eine lebenslange Behandlung.

Ich schreibe dies, weil ich viele Patienten kennen, die ihre Medikamente nur unregelmäßig einnehmen, sie aus eigenem Entschluß absetzen oder ihre Dosis vermindern (Motto: „Ich habe etwas gegen Medikamente!“). In einigen Fällen geht das ja kurzfristig gut, aber in vielen Fällen leider nicht, denn, oft ohne daß man es bemerkt schreitet die Krankheit fort und wenn sie sich dann mit Schlaganfall, Herzinfarkt, Nierenschwäche oder Durchblutungsstörung der Beine bemerkbar macht ist es oft für eine optimale Behandlung schon zu spät.

Es ist daher von großer Bedeutung, daß Sie die Medikamente, die Ihr Hausarzt oder Ihr Kardiologe Ihnen empfehlen bzw. verschreiben gewissenhaft so einnehmen, wie dies angeordnet wurde, auch dann, wenn Sie sich vielleicht gut fühlen.

Es gibt Gründe, warum Patienten ihre Medikamente absetzen oder absetzen möchten:

  • Sie haben Angst vor den Nebenwirkungen: Alle Medikamente haben Wirkungen und Nebenwirkungen. Jedes Medikament, daß zum Verkauf in Apotheken zugelassen ist hat ist zuvor aber auf seine Nebenwirkungen untersucht worden und nur dann gesetzlich zugelassen worden, wenn diese Nebenwirkungen überschaubar und im Vergleich zu der zu behandelnden Krankheit von untergeordneter Bedeutung sind. Dennoch sollten Sie vor dem Beginn der Behandlung mit Ihrem Hausarzt und Ihrem Kardiologen besprechen, welche Untersuchungen Sie durchführen lassen sollten, um das evtl. Auftreten der Nebenwirkungen rechtzeitig zu erkennen (z.B. Blutuntersuchungen der Leber- und Nierenfunktion, Muskelwerte o.ä.). Mit diesen regelmäßigen Untersuchungen ist die Medikamentenbehandlung sicher.
  • Sie haben Schlechtes über die Medikamente gehört: Dies betrifft vor allem sogenannte beta-Blocker oder alle Medikamente, die mit dem Begriff „Hemmer“ oder „Blocker“ versehen sind. Denken Sie daran, daß die Begriffe an und für sich nichts besagen und daß das, was man so an der Supermarktkasse zu bestimmten Medikamenten hört nicht immer wahr ist, es kursieren immer viele Gerüchte. Lassen Sie sich lieber von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten!
  • „Ich bin doch schon operiert (oder mit einem Ballonkatheter oder Stent) behandelt worden; wozu benötige ich da noch Medikamente?“ Ganz einfach: Damit der Erfolg der Operation oder Ballonerweiterung möglichst lange hält, denn auch Bypass-Gefäße können sich bei erhöhten Blutfettwerten wieder verschließen oder eine perfekt aufgedehnte Herzkranzarterien kann bei schlecht eingestelltem Blutzucker wieder eng werden.

Wenn Sie sich also

  • unsicher sind, ob Sie wirklich Medikamente einnehmen einnehmen müssen,
  • wenn Sie glauben, daß Sie zuviele Medikamente einnehmen,
  • wenn Sie viele verschiedene Medikamente in Kombination einnehmen und nicht wissen, ob sie sich alle miteinander vertragen,
  • wenn Sie Nebenwirkungen beobachten (oder glauben, daß Sie Nebenwirkungen haben),
  • wenn Sie sich unter den Medikamenten unwohl fühlen oder wenn Sie die Behandlung gerne beenden würden:

Werfen Sie die Medikamente keinesfalls einfach weg, sondern sprechen Sie vorher mit Ihrem Hausarzt oder mit Ihrem Kardiologen.

Wer gibt Ihnen die Rezepte für die Medikamente?

Das macht in aller Regel Ihr Hausarzt.

Medikamente für Herz und Kreislauf sind aber oft teuer und belasten dadurch das Medikamentenbudget Ihres Hausarztes. Um sein Budget zu schonen Ihnen aber auch Ihr Kardiologe diese Medikamente verschreiben.

Dies bezieht sich nicht nur auf Medikamente, die er Ihnen zu Beginn einer Behandlung verordnet hat, sondern auch auf solche, die Sie schon länger einnehmen (z.B. Blutdruck-, Cholesterinsenker, Aspirin oder andere „Blutverdünner“). Sprechen Sie daher Ihren Hausarzt und auch Ihren Kardiologen darauf an, wer Ihnen „Folgerezepte“ ausstellt.

Ein Letztes:

Wir Ärzte dürfen nicht immer diejenigen Medikamente von denjenigen Firmen verschreiben, die wir möchten. Es gibt viele gesetzliche Regelungen, die uns beispielsweise „zwingen“, ASS anstelle von Aspirin® zu verschreiben. Wundern Sie sich daher nicht darüber, daß Ihr Kardiologe oder Hausarzt Medikamentennamen aufschreiben, die Ihnen vielleicht fremd sind oder die Sie nicht kennen. Ihr Hausarzt und Kardiologe ist immer bemüht, Ihnen die beste Medizin, die erhältlich und erschwinglich ist aufzuschreiben. Auch hier gilt: Wenn Sie Fragen haben sprechen Sie Ihre Ärzte an.

Nach einer Herzklappen-OP

Sie haben eine neue Herzklappe bekommen. Dies ist notwendig gewesen, weil Sie Ihr „alte“ Herzklappe defekt war, nicht mehr richtig gearbeitet hat, Ihr Herz geschwächt oder die kräftige Arbeitsweise Ihres Herzens bedroht hat.

In diesem Merkblatt möchte ich Sie kurz über das „Leben nach einer solchen Operation“ informieren.

WAS IST BEI DER OPERATION GESCHEHEN?

Bei der Herzklappen-Operation hat der Chirurg Ihre alte defekte Herzklappe entfernt und gegen eine „neue“ Klappe ausgetauscht. Dabei hat er entweder eine „Bioprothese“ oder eine künstliche Herzklappe benutzt.

„Bioprothesen“ sind Herzklappen, die eigentlich vom Schwein stammen. Diese Schweineklappe ist derartig umgebaut worden, daß sie der Funktion der menschlichen Klappe sehr stark ähnelt und eigentlich wie eine natürliche Herzklappe des Menschen funktioniert.

Die „künstliche Herzklappe“ hingegen stammt aus der Fabrik. Sie besteht aus Stahl, Stoff und Kunststoff. Die meisten heute verwendeten Kunstklappen arbeiten wie eine Tür mit 2 Flügeln (siehe Abbildung, die Sie im Internet auf der Website sehen können).

WELCHE UNTERSCHIEDE GIBT ES ZWISCHEN DIESEN KLAPPEN?

Beide Klappentypen unterscheiden sich nicht in ihrer Funktion: Sie ersetzen die Arbeit Ihrer natürlichen Herzklappe mehr oder weniger perfekt, dennoch gibt es Unterschiede:

Die künstliche Herzklappe besteht aus Materialien, die der Körper eines Menschen als Fremdkörper empfindet. Daher kann es an diesen Klappen Blutgerinnsel bilden, die den Mechanismus der Klappe zerstören können. Um solche Gerinnselbildungen zu verhindern muß man als Träger einer künstlichen Herzklappe lebenslang ein Medikament zur Blutverdünnung (Marcumar®) einnehmen, Aspirin, ASS oder die „neuen Blutverdünner“ (z.B. Xarelto®, Pradaxa® o.ä.)  sind hier nicht ausreichend und sogar gefährlich.

Diesem Nachteil steht als Vorteil gegenüber, daß eine künstliche Herzklappe ewig hält, d.h. sie verschleißt nicht.

Die Bioprothese hingegen wird vom Körper nicht als fremdes Gewebe erkannt (weil das Schwein in vieler Hinsicht große Ähnlichkeit mit dem Menschen hat – pardon!). Aus diesem Grund entstehen an diesen Klappentypen keine Blutgerinnsel und es ist nicht erforderlich, Marcumar® einzunehmen; jedenfalls solange nicht, wie keine Herzrhythmusstörung namens „Vorhofflimmern“ vorliegt.

Dem Vorteil, kein Marcumar einnehmen zu müssen steht aber der Nachteil gegenüber, daß Bioprothesen nach etwa (10 -) 15 Jahren verschlissen sind und dann durch eine erneute Operation ausgetauscht werden müssen.

WAS MUSS ICH NACH DER OPERATION BEACHTEN?

Zunächst einmal:

Sie sind operiert worden, damit Sie wieder ein weitest gehend normales Leben führen können. Es wird nicht notwendig sein, daß Sie die Klappe schonen müssen (z.B. damit sie länger hält). Alle Klappenprothesen sind sehr solide und stabil gebaut, körperliche Anstrengung vertragen sie ohne Schaden zu nehmen.

Es ist gut möglich, daß Ihr Herzmuskel vor der Operation durch den Herzklappenfehler, den Sie ja immerhin viele Jahre lang hatten geschwächt worden ist (= Herzschwäche = Herzinsuffizienz (siehe auch, wenn Sie hier klicken)).

Diese Herzschwäche wird sich in den Monaten und Jahren nach der Operation wahrscheinlich wieder langsam verbessern. Manchmal verbessert sie sich aber auch nicht, das hängt davon ab, welchen Schaden der Herzmuskel vor der Operation genommen hatte. Ihr Kardiologe wird diese Veränderungen Ihrer Herzkraft in den regelmäßig stattfindenden Untersuchungen Ihres Herzens verfolgen. Dabei wird er Ihnen nach den regelmäßigen Untersuchungen auch sagen, in welchem Umfang und mit welcher Intensität Sie sich körperlich belasten können oder ob Sie sich noch schonen müssen.

In einigen Fällen werden Sie auch nach der Operation eine Herzrhythmusstörung namens „Vorhofflimmern“ haben.

Diese Rhythmusstörung hat in der Regel nichts mit der Operation und auch nicht unbedingt etwas mit dem Herzklappenfehler zu tun, dessentwegen Sie ja operiert worden sind. Vorhofflimmern ist eine sehr häufig auftretende Herzrhythmusstörung, die auch Menschen betreffen kann, die keinen Herzklappenfehler, keine Herzoperation und keine Herzschwäche haben. Sie werden mit dieser Herzrhythmusstörung gut leben können und Sie werden sie wahrscheinlich garnicht bemerken. Dennoch muß der Arzt nach dieser Herzrhythmusstörung suchen, denn unabhängig von der Art der bei Ihnen implantierten Herzklappenprothese bedeutet Vorhofflimmern die erhöhte Gefahr für die Bildung von Blutgerinnseln im Herzen und an der künstlichen Herzklappe. Daher müssen auch Menschen mit Bioprothesen immer dann Marcumar® einnehmen, wenn Vorhofflimmern auch schon vor der Operation vorlag, es aber durch die Operation nicht beseitigt werden konnte oder wenn diese Herzrhythmusstörung nach der Operation auftritt.

Vielleicht ist Ihnen bei der Herzoperation nicht nur eine neue Herzklappe eingepflanzt worden, sondern möglicherweise haben Sie auch Bypass-Gefäße bekommen müssen, um verengte Herzkranzarterien zu behandeln. Lesen Sie hierzu die speziellen Informationen über eine Bypass-OP, wenn Sie hier klicken.

Bitte beachten Sie nach Ihrer Klappenoperation die folgenden Dinge:

  • Ernähren Sie sich gesund, d.h. essen Sie viel Gemüse und Obst und meiden Sie Fett und zuckerhaltige Speisen oder Getränke. Auch ein Gläschen Wein kann nicht schaden. Denken Sie aber daran, daß Ihre Ernährung Einfluß nehmen kann, wie das Marcumar®, das Sie vielleicht einnehmen müssen wirkt. Lesen Sie hierzu die Marcumar®-Informationen.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig. Es muß kein spezieller Sport sein. Es reicht, wenn Sie jeden Tag vielleicht 15 Minuten spazieren gehen (zügig, aber nicht rennen!), wenn Sie zum Einkaufen nicht mehr mit dem Auto fahren, sondern zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren; benutzen Sie die Treppe und nicht den Lift!
  • Nehmen Sie die Medikamente, die Ihnen Ihr Hausarzt oder Kardiologe verschreiben gewissenhaft und nach Vorschrift ein. Sie bekommen diese Medikamente nämlich nicht, damit es Ihnen besser geht (meistens geht es Ihnen nach der Operation nämlich auch ohne Medikamente sehr gut). Sie sollen vielmehr dafür sorgen, daß der Zustand Ihres Herzens auch auf Dauer so gut bleiben, wie er unmittelbar nach der Operation ist. Mit anderen Worten: Die Medikamente, die Sie auch nach der Operation einnehmen müssen sollen Ihnen helfen, lange und gut zu leben!
  • Nehmen Sie das Angebot Ihrer Krankenkasse und Ihrer Ärzte wahr und lassen Sie sich regelmäßig untersuchen:

NACHUNTERSUCHUNGEN

Nachuntersuchungen sind wichtig. Sie sollen klären, ob die neue Herzklappe gut funktioniert, ob die Bioprothese, die Sie evtl. bekommen haben noch nicht verschlissen ist und wie sich Ihr Herzmuskel entwickelt.

Bei diesen Untersuchungen werden einmal jährlich EKG, Belastungs-EKG und auch eine Ultraschalluntersuchung des Herzens durchgeführt werden. Am wichtigsten sind aber (wie bei allen Arztbesuchen!) das Gespräch, das der Arzt mit Ihnen führt und in dem er z.B. nach Ihren Beschwerden fragt und eine körperliche Untersuchung (!).

WANN MUß ICH WIEDER ZUM ARZT?

Ihr Kardiologe oder Hausarzt wird Ihnen am Ende der aktuellen Untersuchungen sagen, wann Sie zur nächsten Kontrolle kommen sollten. Bringen Sie zu diesen Terminen immer Ihre letzten Blutwerte und Ihre Medikamente mit!

Besprechen Sie sich auch mit Ihrem Hausarzt, wie oft er Sie nach der Operation sehen möchte, beispielsweise um den Quickwert (bei Marcumar®-Patienten) zu messen, bestimmte spezielle Blutwerte und Ihre Risikofaktoren zu überprüfen und nach evtl. Nebenwirkungen der Medikamente zu suchen.

WELCHE MEDIKAMENTE MUß ICH EINNEHMEN?

Es gibt hier keine pauschale Empfehlung, denn jeder „Herzklappen-Patient“ ist anders. Damit Sie nichts vergessen benutzen Sie einen Medikamentenzettel und lassen Sie den Arzt hier Ihre Medikamente eintragen.

 

Wenn Sie sich genauer über Ihre Herzkrankheit informieren möchten: Besuchen Sie uns im Internet unter www.meinherzdeinherz.info und sehen Sie in dem Kapitel „Wissen“ nach weiteren Informationen, die Sie hier kostenlos bekommen.

Wenn Sie etwas lernen möchten

Sie sind Medizinstudent oder junger Arzt und möchten etwas über das EKG lernen?

Dann kann ich Ihnen meinen EKG-Kurs empfehlen. Sie lernen in diesem Kurs etwas darüber, was es mit der elektrischen Aktivität des Herzens auf sich hat, wie ein EKG entsteht, was man dort sehen kann und wie man es interpretiert. Wenn Sie interessiert sind: Ärzte klicken hier, Assistenten klicken hier.

Sie sind angehender Kardiologe und möchten sich über die Durchführung von Herzkatheteruntersuchungen informieren?

Ich habe mein „Corobuch“ fast vollständig fertig. Sie lesen hier in 23 Kapiteln etwas darüber, wie man die verschiedenen Untersuchungstechniken (Rechts-, Linksherzkatheter, transseptale Technik, JUDKINS-, SONES-, Radialis-Technik) durchführt, Sie lesen über Tricks und Schwierigkeiten der einzelnen Methoden, über Komplikationen, über die Bewertung Ihrer Befunde und die Auswertung von Katheteruntersuchungen und Sie erfahren etwas über erworbene und angeborene Herzfehler, deren Hämodynamik und deren invasive Untersuchung. Interessiert? Dann klicken sie hier.

Und schließlich das Wichtigste:

Wenn Sie an mehr oder weniger sinnlosen quälend langen Veranstaltungen teilnehmen müssen (z.B. Schnittstellenbesprechungen, QM-Sitzungen o.ä.) dann sollten Sie auf Ihrem Smartphone oder Tablet immer das Bullshit-Bingo gespeichert haben. Sie werden solche Besprechungen lieben!

Kleine Bitte: Wenn Ihnen neue Begriffe vom Typ Implementi-Sprache oder Wichtigtuer oder warme Luft begegnen, die die Aufnahme ins Bullshit-Bingo verdienen: Schicken Sie mir eine eMail unter andreaslauber@mac.com. Danke auch im Namen aller Besprechungsopfer.

Vor einer Herzklappen-OP

Sie leiden unter einem Herzklappenfehler, der mit einer Operation behandelt werden muß.

Warum wird operiert?

Ihr Herzklappenfehler hat ein Ausmaß, das zu einer schweren Überanstrengung des Herzens führt. Bei einigen Menschen ist die Klappe verengt ist und der Herzmuskel muß viel Kraft aufwenden, um das Blut „hindurch zupressen“; bei anderen Menschen ist die Klappe undicht: Ein Teil des Blutes, daß das Herz gerade ausgepumpt hat fließt durch diese undichte Klappe wieder zurück ins Herz und das Herz muß dieses Blut dann ein 2. Mal auspumpen.

In beiden Fällen kommt es zu einer enormen Mehrarbeit des Herzmuskels, der dadurch überlastet wird und Schaden nimmt. Die Operation soll

  • Ihre Beschwerden lindern oder sogar beseitigen,
  • die Gefahr eines dauerhaften und dann später nicht mehr zu reparierenden Herzschadens beseitigen und dadurch
  • Ihr Leben verlängern.

Prinzip der Operation

Bei einer Herzklappenoperation wird der Chirurg in einigen Fällen versuchen können, die Klappe zu reparieren. Wenn dies allerdings nicht möglich ist muß die erkrankte Klappe gegen eine künstliche Klappe ausgetauscht werden. Ob ein Reparaturversuch der Klappe erfolgen wird oder ob eine künstliche Klappe erforderlich ist wird der Chirurg vor der Operation mit Ihnen besprechen.

Er wird ebenfalls mit Ihnen bereden, welche Art der künstlichen Herzklappe er Ihnen einpflanzen soll. Es gibt „biologische“ Klappen, die meistens vom Schwein sind und „künstliche“ Klappen aus Kunststoff und Metall.

Die Kunststoffklappe hat den Nachteil, daß man für den Rest seines Lebens Marcumar zur Blutverdünnung einnehmen muß, um zu verhindern, daß sich an der künstlichen Klappe Blutgerinnsel bilden, die die Klappe zerstören. Der Vorteil einer solchen Kunstklappe ist aber, daß sie ein Leben lang hält.

Die biologische Klappe hingegen erfordert meistens kein Marcumar (es sei denn, daß Sie Marcumar aus anderen Gründen (z.B. wegen einer Herzrhythmusstörung benötigen), ihr Nachteil ist aber, daß sie etwa 12 – 15 Jahr lang hält, danach „verschlissen“ ist und in einer erneuten Operation wieder ausgetauscht werden muß.

Überlegen Sie schon der Aufnahme ins Krankenhaus, welche dieser beiden Klappentypen Sie lieber hätten und lassen Sie sich auf jeden Fall vor der Operation von Ihrem Herzchirurgen beraten.

In einigen Fällen wird man auch Bypass-Gefäße anlegen müssen, um eine Erkrankung der Herzkranzgefäße zu behandeln. Diese Bypass-Operation wird natürlich im Rahmen der Herzklappen-Operation „im gleichen Aufwasch“ mit erledigt werden.

Man kann heute Herzklappen auch ohne Operation, sondern mit speziellen Katheterverfahren „reparieren“. An der Aortenklappe heißt das Verfahren „TAVI“, an der Mitralklappe „MitraClip®“.

Beim TAVI-Verfahren (TAVI = transarterielle Klappen- (=valve) Implantation) wird von der Leiste aus (oder wenn dies wegen des Zustandes der Bein- und Beckenarterien nicht möglich ist: Direkt über die Brustwand in Höhe der Herzspitze)) ein sehr dicker Katheter in die Aortenklappe eingeführt, die stark verengte Klappe mit einem Ballon „gesprengt“ und in gleichem Atemzug eine biologische Klappe implantiert. Das Verfahren ist relativ neu und wurde eigentlich dafür entwickelt, daß auch solchen (meistens älteren) Menschen geholfen werden konnte, bei denen eine Operation am offenen Herzen zu gefährlich war. Man hat in letzter Zeit mit der fortschreitenden Entwicklung modernerer Materialien aber auch Menschen behandelt, bei denen eine Operation durchaus möglich gewesen wäre. Nachdem man auch bei solchen Menschen gute Behandlungsergebnisse gefunden hat wird die TAVI-Prozedur heute nicht nur bei inoperablen Patienten durchgeführt, sondern auch bei jüngeren und nicht so schwer kranken Menschen erwogen. Es klingt auf den 1. Blick sehr erfreulich, sich nicht mehr einer Herzoperation mit Eröffnung des Brustkorbes und Einsatz der Herz-Lungen-Maschine, sondern „nur“ mit einem Katheter behandeln zu lassen. Aber: Auch das TAVI-Verfahren hat Hasenfüsse (z.B. erhebliche Probleme in der Leiste an der Stelle der Kathetereinführung oder die Notwendigkeit zur Schrittmacher-Implantation) und auch bei TAVI-Behandlungen gibt es Todesfälle. Daher rate ich Ihnen, sich vor Ihrer Zustimmung zum TAVI-Verfahren immer die 2. Meinung eines anderen erfahren Kardiologen zu holen (z.B. Ihr niedergelassener Kardiologe) und Ihre Zustimmung erst nachher zu geben. TAVIs werden heute von einigen technisch orientierten Kardiologen nahezu inflationär angewendet.

Beim MitraClip®-Verfahren wird versucht, eine undichte Mitralklappe mit Hilfe von feinen Klammern abzudichten. Diese Klammern werden ebenfalls mit speziellen Herzkathetern eingesetzt. In der Regel ist eine mit diesem Verfahren behandelte Mitralklappe nachher nie vollständig dicht, sondern man vermindert das ausmaß der Klappenundichtigkeit lediglich. Auch das MitraClip®-Verfahren ist heute keinesfalls eine routinemäßige Alternative zum konventionellen Ersatz der Klappe durch eine „künstliche“ oder biologische) Prothese, sondern allenfalls eine Möglichkeit zur Behandlung in sehr speziellen Fällen. Tun Sie sich auch hier den Gefallen und stimmen Sie einer solchen Behandlung nicht sofort und auf der Stelle zu (so „schön“, problemlos und routinemäßig Ihnen dieses Verfahren auch beschrieben werden wird), sondern besprechen Sie die Behandlung mit einem 2. Kardiologen und machen sich dann Ihre eigene Meinung.

Wann werden Sie operiert?

Nachdem Sie zur Operation angemeldet wurden  werden Sie aus der Operationsklinik rechtzeitig einen Brief bekommen, in dem Sie über den Aufnahmezeitpunkt in der Klinik informiert werden. Bringen Sie neben einigen persönlichen Dingen (Schlaf-, Trainingsanzug, Waschzeug, Zahnbürste, Unterwäsche, Pantoffeln) eine Krankenhauseinweisung Ihres Hausarztes oder Kardiologen mit. Diese Krankenhauseinweisung sollten Sie zuvor von Ihrer Krankenkasse „abgestempelt“ haben. Notieren Sie sich auch zur Aufnahme im Krankenhaus, welche Ihre Rentenversicherungsanstalt (BfA, LVA, private Kasse) ist und wie Ihre Versicherungsnummer lautet; Sie benötigen diese Informationen für die Organisation der Anschlußheilbehandlung (siehe unten).

Vor der Operation

Vor der Operation werden einige einfache Untersuchungen (Blutuntersuchungen, Röntgen des Herzens und der Lungen), EKG und vielleicht auch eine Ultraschalluntersuchung des Herzens durchgeführt; eine Herzkatheteruntersuchung wird auf keinen Fall noch einmal durchgeführt.

Nach der Operation

Sie werden in der Nacht nach der Operation auf der Intensivstation liegen. In dieser Nacht werden Sie keine Schmerzen haben. In der Regel kommen Sie schon am folgenden Tag auf eine normale Station, wo Sie sich etwa 8 Tage lang erholen können, bevor Sie wieder entlassen, auf Wunsch in Ihr Heimatkrankenhaus oder in die Reha-Klinik verlegt werden.

Nach der Entlassung

Aus dem Krankenhaus werden Sie entweder nach Hause oder in eine Reha-Klinik entlassen.

In solchen Reha-Kliniken wird die sogenannte Anschlußheilbehandlung durchgeführt.

Die Kliniken, in denen Anschlußheilbehandlungen (AHB) durchgeführt werden sind darauf eingestellt, Sie möglichst schnell wieder „fit zu bekommen“. Kurz vor der Operation werden Sie im Krankenhaus Besuch von einem Sozialarbeiter bekommen, der sich um diese Nachbehandlung kümmern wird.

Die AHB ist keinesfalls Pflicht; ich rate Ihnen aber, sich noch vor der Operation zu einer solchen Behandlung anmelden zu lassen. Sollten Sie 1 Woche nach der Operation schon selber genügend Kräfte gesammelt haben oder einen weiteren Aufenthalt in einer Klinik nicht wünschen melden Sie sich einfach wieder ab! In einer ausführlichen Broschüre über die Operation (siehe unten) wird auf das Thema „ambulante oder stationäre Anschlußheilbehandlung“ genauer eingegangen.

Nach der Krankenhausbehandlung

Wenn Sie die Operation und evtl. auch die Anschlußheilbehandlung glücklich überstanden haben werden etwa 8 Wochen vergangen sein. Sie werden sich nach dieser Zeit eigentlich schon wieder sehr gut und körperlich gut leistungsfähig fühlen. In aller Regel können Sie nach diesen 8 Wochen und nach Ihrer Rückkehr nach Hause auch wieder normal leben und arbeiten. Sie werden in aller Regel keine Herzschmerzen, keine Luftnot und auch keine Schmerzen an den Operationswunden haben, wobei es  trotzdem 1 Jahr dauern kann, bis Sie die Operation wieder vollkommen „aus den Knochen haben“. Auch auf Ihre Gefühle und Empfindungen nach der Operation geht die ausführliche Broschüre sehr viel detaillierter ein. Ansonsten schlage ich vor:

  • Lassen Sie sich regelmäßig von Ihrem Hausarzt und Kardiologen untersuchen und betreuen. Beide kontrollieren in regelmäßigen Abständen den Zustand Ihrer neuen Herzklappe mit EKG und Ultraschalluntersuchung.
  • Nehmen Sie die Medikamente, die Ihr Hausarzt und Kardiologe Ihnen verschreiben gewissenhaft ein, auch wenn es Ihnen gut geht. Die meisten Medikamente, die Sie einnehmen sollten dienen nicht dazu, damit es Ihnen noch besser geht, sondern dazu, daß es Ihnen möglichst lange so gut geht wie direkt nach der Operation.

Wenn Sie sich noch genauer über eine Herzklappen-Operation informieren möchten:

Lesen Sie die ausführliche Broschüre, die Sie sich aus dem Internet herunter laden können. In dieser Broschüre wird auf die oben nur angedeuteten Themen sehr viel ausführlicher eingegangen und es werden zahlreiche Fragen beantwortet.

Die Internet-Broschüre erhalten Sie kostenlos, wenn Sie die folgende Internet-Adresse wählen:

www.meinherzdeinherz.info.

Hier erhalten Sie auch weitere Broschüren über andere Krankheiten, Untersuchungen und Behandlungen des Herzens.

Koronare Herzkrankheit (KHK)

 

Bei der koronaren Herzkrankheit (oder Koronarkrankheit oder KHK)  handelt es sich um eine Krankheit, die zu Verengungen oder sogar Verschlüssen von Herzkranzgefäßen geführt hat. Die Betroffenen werden mit dieser Krankheit leben müssen. Und Sie werden gut damit leben können! Aber man muß verschiedene Dinge wissen:

WIE IST ES DAZU GEKOMMEN?

Herzkranzgefäße werden, wie alle anderen Schlagader des Körpers übrigens auch, nicht vor lauter Langeweile krank. Vielmehr ist es so, daß sich unter dem Einfluß sogenannter Risikofaktoren (Zigarettenrauchen, erhöhte Blutfettwerte, Blutzucker-, Bluthochdruckkrankheit oder Erbfaktoren) Ablagerungen aus Fett in den Gefäßwänden gebildet haben. Diese Ablagerungen sind über viele Monate und Jahre gewachsen, ohne daß Sie etwas davon bemerkt haben und haben zu Verengungen oder sogar Verschlüssen geführt.

WIE WIRD DIE KRANKHEIT BEHANDELT?

Egal ob man eine Ballonerweiterung (PTCA) haben über sich ergehen lassen müssen, ob Stents implantiert wurden oder sogar eine Bypass-Operation durchgeführt wurde oder nicht:

Das Grundprinzip der Behandlung ist immer gleich, denn sie verfolgt 3 Ziele:

  1. Sie soll Ihre Beschwerden lindern,
  2. Sie soll dafür sorgen, daß die Krankheit keinen für Sie schlimmen Verlauf (wie z.B. einen Herzinfarkt) nimmt und
  3. Sie soll dafür sorgen, daß die Krankheit nicht weiter fortschreitet und dabei vielleicht Gefäßstellen befällt, die heute noch gesund sind.

Diese Ziele werden durch Medikamente und durch das Verhalten der Betroffenen erreicht.

Mit der Feststellung der Krankheit werden Sie mit Medikamenten behandelt werden. Es wird nicht nur 1 Medikament sein, das Sie einnehmen müssen, sondern vielleicht viele. Alle diese Medikamente sind bei Menschen, die auch Ihre Krankheit haben seit vielen Jahren im Einsatz und wir Ärzte wissen, daß sie sicher und gut sind.

Einige Menschen fragen sich morgens, wenn sie vor ihrer Medikamentensammlung sitzen, die sie über den Tag einnehmen müssen, ob das wirklich alles sein muß. Und viele lehnen diese Medikamente auch ab, weil sie sagen: „Ich habe etwas gegen Chemie!“ Sie werden vielleicht auch einmal die eine oder andere Tablette weglassen, ohne daß irgendetwas passiert wäre. Aber wenn Sie das öfters machen müssen Sie wissen, daß Sie gefährlich leben! Denn die meisten der Medikamente, die Sie nehmen müssen dienen nicht dazu, Ihr Wohlbefinden zu steigern oder Beschwerden zu lindern, sondern Sie dienen dem Zweck, das Fortschreiten der Krankheit zu verhindern und Sie länger leben zu lassen. Und diesen Schutz verlieren Sie, wenn Sie die Medikamente weg lassen! Wenn Sie Zweifel an Ihren Medikamenten oder an der Menge, die Sie einnehmen müssen haben: Lassen Sie sie nicht einfach weg oder werfen Sie sie nicht in den Mülleimer, sondern fragen Sie Ihren Hausarzt oder Ihren Kardiologen. Es ist wichtig, wirklich!

Und dann sind da Ihre Risikofaktoren. Sie werden es ja sicherlich schon wissen, aber wir schreiben es hier trotzdem noch einmal auf:

Die strenge Einstellung Ihres Blutdruckes (mit Medikamenten!), die Normalisierung Ihrer Blutzuckerkrankheit und Ihrer Cholesterinwerte (mit Medikamenten!) wird Ihr Leben verlängern, daran gibt es auch nach vielen wissenschaftlichen Untersuchungen keinen Zweifel. Versuchen Sie, mit dem Zigarettenrauchen aufzuhören, es gibt Beratungs- stellen und Hilfsangebote Ihrer Krankenkasse, es gibt Nikotinpflaster oder Rauchentwöhnungs-Tabletten und es gibt (auch für Frauen!) die Möglichkeit, die Entzugsphase durch Pfeiferauchen zu überbrücken (wenn schon etwas qualmen sein muß).

Ernähren Sie sich bewußt und gesund, auch hierzu gibt es Kurse bei den Krankenkassen oder bei der Volkshochschule. Vermindern Sie, wenn Sie übergewichtig sind langsam aber sicher Ihr Gewicht. Es ist mühsam und (mit Sicherheit) unerfreulich und es wird Rückschläge geben. Aber geben Sie nicht auf und starten Sie einen neuen Versuch. Und schließlich: Bewegen Sie sich. Kaufen Sie sich keinen Heimtrainer und fangen Sie nicht mit dem Joggen an! Aber gewöhnen Sie es sich an, mindestens 1mal am Tag über 20 – 30 Minuten zu laufen, gehen Sie an die frische Luft und lassen Sie für kurze Wege Ihr Auto einfach mal stehen. Und wenn Sie es besonders gut machen möchten: Gehen Sie 2mal wöchentlich ins Schwimmbad oder in Fitness-Studio und trainieren Sie hier Ihre Ausdauer.

Sie werden sehen: Automatisch werden Blutzuckerkrankheit, Bluthochdruck, Blutfettwerte und Gewicht besser. Und besser fühlen werden Sie sich auch noch. Sagen Sie nicht: „Das kann ich nicht, ich hab ́s nämlich am Knie, an der Hüfte, im Kreuz usw.“. Ich bitte Sie: Wir Ärzte kennen diese Ausreden, denn es sind wirklich Ausreden. Sie müssen kein Training für die Bundesliga oder die nächste Olympiade absolvieren und selbst wenn Sie sich nur ein wenig belasten können: Wenig ist mehr als nichts!

WAS MUß ICH BEACHTEN?

Trotz aller Medikamente und auch wenn Sie sich genau nach den Empfehlungen Ihrer Ärzte richten: Es kann immer sein, daß sich die Krankheit weiter entwickelt. Das ist nicht sehr wahrscheinlich, wenn Sie nicht gerade weiter sündigen, aber geschehen kann es trotzdem. Beachten Sie daher, daß es bestimmte Symptome gibt, die Sie alarmieren müssen:

  • Brustschmerzen, die Sie bis dahin nicht kannten,
  • Brustschmerzen, die schlimmer und heftiger sind als bisher,
  • Luftnot bei Anstrengungen, die Ihnen bisher nicht ausgemacht haben,
  • starkes und angenehmes Herzklopfen,
  • Schwindel oder sogar Ohnmachtsanfälle.

Wenn Sie solche Veränderungen bemerken: Gehen Sie möglichst sofort zu Ihrem Hausarzt, zu Ihrem Kardiologen oder lassen Sie sich (wenn es nachts oder an Samstagen, Sonn- oder Feiertagen passiert) ins das nächste Krankenhaus bringen. Es könnte ein Herzinfarkt sein! Niemand von Ihren Ärzten oder im Krankenhaus wird lachen oder mit Ihnen schimpfen, wenn es „falscher Alarm“ war. Aber wenn es kein falscher Alarm war retten Sie sich damit das Leben, denn Herzinfarkte, die ja die schlimmste Komplikation Ihrer Krankheit sind können heute gut und sicher behandelt werden, wenn Sie schnell genug (d.h. innerhalb von 4 Stunden nach Schmerzbeginn!) in die richtige Behandlung kommen.

MUß ICH NOCH EINMAL KONTROLLIERT WERDEN?

Ja, und zwar regelmäßig. Nicht mit dem Herzkatheter, denn der wird nur dann durchgeführt, wenn sich an Ihrem Zustand oder an Ihren Befunden etwas Grundlegendes verändert.

Die Kontrollen, denen Sie sich unterziehen sollten bestehen vielmehr aus einem Gespräch mit Ihnen darüber, wie es Ihnen geht und ob Sie Beschwerden haben, aus einer körperlichen Untersuchung, aus EKG, Belastungs-EKG, Ultraschalluntersuchung des Herzens und Laborwertkontrollen von Zucker und Cholesterin. Lassen Sie alle 3 Monate Blutdruck und Blutwerte durch Ihren Hausarzt kontrollieren und gehen Sie regelmäßig (z.B. alle 6-12 Monate (Hausarzt fragen!) zu Ihrem Kardiologen. Bringen Sie zum Kardiologen bitte die letzten Blutwerte mit, die der Hausarzt bestimmt hat.

Solche Kontrolluntersuchungen sind wichtig, denn Ihr Kardiologe will damit erkennen, ob die Krankheit bei Ihnen stabil verläuft oder ob sie sich verschlechtert, ob Sie ihre Medikamente gut vertragen oder ob Nebenwirkungen auftreten und ob Ihre Risikofaktoren gut eingestellt sind.

Wenn Sie sich genauer über Ihre Herzkrankheit informieren möchten: Besuchen Sie uns im Internet unter www.meinherzdeinherz.info und sehen Sie in dem Kapitel „Wissen“ nach weiteren Informationen, die Sie hier kostenlos bekommen.